Tagebuch

 Juni 2015 - die letzten Tage meines Lebens

 

 

24.06.15
13:30

Abschied!

Einen immer treuen Freund / Begleiter haben wir heute gehen lassen.
Aber in der Erinnerung wird Lotte uns weiterhin begleiten.
Lotte, Du warst ein toller Hund. 
Danke für die schöne Zeit.


Mit Hilfe und Betreuung durch unsere Tierärztin bis zum letzten Atemzug haben wir heute Lottes Wunsch erfüllt. Ohne Schmerz und Leid schlief Lotte in ihrer gewohnten Umgebung heute ein.
Wir sind sicher, dass es der richtige Zeitpunkt war Lotte gehen zu lassen.



15:30

Ankunft auf dem Tierfriedhof Kerpen


23.06.15
13:00

Hausbesuch meiner Tierärztin

Meine Menschen ahnten / spürten es schon und meine Tierärztin hat es bestätigt - es wird Zeit mich gehen zu lassen - ganz im Sinne des folgenden Gedichtes eines unbekannten Autors - von meinem Menschen etwas angepasst:

Der letzte Gang

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
Erspar mir quälende Pein und gib gut auf mich acht..
Was Du dann tun mußt - tu es rechtzeitig und allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Dass Du sehr traurig bist, verstehe ich wohl.
Deine Hand jedoch vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -
muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.

Wir lebten 13 Jahre voller Glück.
Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei!

Begleite mich dahin, wohin ich gehen muß.
Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
Bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
Es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrautes Wedeln ein letztes Mal-
Du hast mir erspart Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist -
der Herr dieser schweren Entscheidung wirst.
Wir waren beide so innig vereint,
Es soll nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

21.06.15
18:00

Die scheinträchtige Lotte mit Schwein auf der Couch

Natürlich musste mir mein Mensch helfen die Couch zu besteigen. Mein Schwein (Kind) habe ich natürlich selbst getragen. Trotz meines hohen Alters bin ich nach meiner Läufigkeit vor 2 Monaten auch wieder scheinträchtig. Und auf mein Kind passe ich natürlich selbst auf!





18.06.15

Regen und erträgliche Temperaturen

Endlich kam der von vielen  Menschen ersehnte Regen und ich wurde trotzdem nicht nass. Mein Mensch und meine Bedürfnisse haben immer den richtigen Zeitpunkt für einen kurzen Geschäftsgang erwischt.
Und auch die Temperaturen sind für mich und meine Menschen mit 18 Grad angenehmer als Hitze.

13:06:15

Essen auf Rädern

Heute hat mein Mensch mir mein Mittagessen am Liegeplatz serviert.



Wenn ich zu voll gefressen bin kann mein Mensch mich auf dem Liegestuhl durch die Gegend Rollen, denn der hat am Kopfende Räder - sehr praktisch.



Heute gab es Kartoffeln, sehr weich gekochte Möhren und Hüttenkäse. Soll meinen Darm bei Durchfall etwas sanieren / schonen. Wenn's denn hilft - es schmeckt mir auf jeden Fall.



Da hat mein Mensch ja an alles gedacht. Eine kleine Kopfbewegung nach links und schon erreiche ich mein Wasser und meinen Zwieback.



12.06.15
15:30

Warten auf das Gewitter

Hier war die Welt noch in Ordnung. Gegen die Hitze kann ich mich ja schützen = im Schatten liegen und nicht bewegen.



Mein Mensch hat mir dann auch noch ein nasses Handtuch aufgelegt. So ruhend ahnte ich noch nicht, was sich da am Himmel abspielte.

15:52




Ja, und dann ging es auch schon los. Da wurde ich auf meine alten Tagen wieder ganz schnell und eilte ins Haus. Donner, Blitz - Hilfe - Panik.


Ja, und dann kam dieses fliegende Etwas, machte eine Punktlandung und brachte es auf den Punkt - Gewitter kommen und gehen. Ich habe keine Angst bei Gewitter und bin doch viel kleiner als Du.



Da sprach ich zur Fliege: Finger kommen und gehen. Ich habe keine Angst vor einem Finger. Aber du solltest schnell die Fliege machen denn da will ein Finger auf den Punkt.
Ob sie es rechtzeitig geschafft hat einen Abflug zu machen zeige ich hier nicht.
Ich habe auf jeden Fall auch dieses Gewitter wieder überlebt.

11.06.15

Achtung Hitze

Bitte Hunde nicht alleine im geparkten Auto lassen.
Wie heiß es dort werden kann und welche Folgen das haben kann siehe: Hitze



Tag des Hundes 7.6.15

Lotte, Hund, Rösrath, mein Tag

1  

 

07.06.15

7.6. Tag des Hundes = mein Tag = einer von 365 im Jahr!


Schirmherrin ist Bettina Böttinger.


Aktion zum Tag des Hundes, dem besten Freund des Menschen - mein Vorschlag für ein noch besseres Miteinander:

Hundebesitzer lassen keinen Hundehaufen mehr liegen - Folge: keiner tritt mehr in einen Haufen und die Akzeptanz für Hunde und Hundehalter in unseren Wohngebieten wird deutlich erhöht.  Sie als Tierbesitzer oder -freund verzichten künftig auf Feuerwerk - Folge: keine Angst und Panik in der Tierwelt, kein Feinstaub und Böllernebel, keine Toten und Verletzten, keine Brände...
Und auch das kleine private Feuerwerk aus einem privaten Anlass, dass uns oft in den Sommermonaten in Panik versetzt, muss doch nicht sein. Spenden Sie doch das Geld  zum Beispiel an ein Tierheim oder an Tere in Not.

Vielen Dank!

Wünsche allen einen schönen Tag, immer hundekotfreie Wege und ruhige Nächte.



12:00

Erlebnisse am Tag des Hundes

Mein Mensch war für 2 Stunden mit dem Fahrrad unterwegs. Über Hasbach, Altenrath fuhr er mal wieder zur Sülzmündung. Kurz vor dem Waldweg stand vor einer Ausfahrt ein Mensch mit dem Rücken zu ihm auf dem Weg. Mein Mensch fuhr langsam und klingelte. Da kamen aus der Ausfahrt auch noch Black & White gelaufen und eine weibliche Stimme rief vom Grundstück nach ihrem Hund.
Das störte aber Black = ein Labrdor Mix noch White = mini Malteser nicht. Die liefen auf die gegenüberliegende Seite, markierten einen Baum und begrüßten sich.  Vom Grundstück rief weiterhin die weibliche Stimme und der Mensch auf dem Weg bewegte sich nicht. Auch mein Mensch blieb natürlich mit etwas Abstand stehen und hoffte, dass die Hunde sich nicht ungefragt für ihn interessieren.
Nach wenigen Minuten verschwanden beide Hunde wieder auf dem Grundstück und der Mensch bewegte sich in Richtung Waldweg. Und schon nahm Black die Verfolgung auf. Aber nein, Black gehörte zu dem Mensch und lief einige Schritte voraus.
Mein Mensch fuhr nun langsam an den Mensch heran und sprach ihn an: Würden Sie bitte ihren Hund zu sich nehmen.
Der Mensch: Warum?
Mein Mensch: Um sicherzustellen, dass ich gefahrlos vorbei fahren kann und ihr Hund nicht hinter mir her rennt, weil er zum Beispiel meinen Hund riecht oder Radfahrer verfolgt.
Der Mensch: Das mach mein Hund nicht.
Mein Mensch: Das wissen aber ich und auch andere Fußgänger / Radfahrer nicht. Da wäre heute am Tag des Hundes eine gute Gelegenheit anderen Menschen zu zeigen, dass Mensch mit Hund Rücksicht auf andere Menschen nimmt und seinen Hund sichtbar unter Kontrolle hat.
Der Mensch: keine Reaktion
Mein Mensch: Fuhr langsam an Mensch und Hund vorbei.

Mein Mensch erreichte dann die Sülzmündung und ging dort ans Wasser. Und während er dachte, dass sicherlich auch Black gleich auftaucht sah er am Ufer die Scherben einer Bier- Und Wasserflasche.
Und schon kam Black gefolgt von seinem Menschen.

Mein Mensch: Achtung hier liegen Scherben.
Der Mensch: Forderte seinen Hund auf ins Wasser zu gehen.
Mein Mensch: Achtung: Glasscherben und zeigte ihm die dolchartig gebrochene Bierflasche. Können sie die mitnehmen - sie wohne doch sicherlich hier?
Der Mensch: keine Reaktion
Black: Fraß nur Gras und konnte von meinem Menschen von der Scherben ferngehalten werden.
Grußlos gingen dann der Mensch und Black.

Mein Mensch sammelte die Scherben auf und steckte sie zur Entsorgung in seine Mülltüte.
Zur selben Zeit tauchte am anderen Ufer ein Hund und ein Mensch  am Kiesstrand auf. Er wurde direkt animiert Stöckchen aus dem Wasser zu holen. Anfangs wurde er in die Mitte der Agger gelockt und dann am Strand entlang. Der Hund hatte immer Bodenkontakt.
Mit keinem Blick hat der Mensch mal geschaut ob hier nicht von der letzten Strandparty Glasscherben hinterlassen wurden.

05.06.15

Affenhitze - zum Glück eine Eintagsfliege

Hundstage
im Juni war nicht der Tag des Hundes. Bei 35 Grad jagt man ja keinen Hund vor die Tür. 35 Grad braucht auch kein Mensch. Zum Glück habe ich in meinem Garten immer einen schattigen Platz. Leider wandert der Schatten. Das hat zur Folge, dass ich mich auch umbetten muss = aufstehen - 2 Schritte Laufen - hinlegen. Das reicht aber dann auch schon an Bewegung für einen alten, gebrechlichen Hund. Den Rest erledigt mein Personal für mich - meinen Menschen habe ich zum Wasserträger gemacht - wo ich bin steht auch mein Napf.



Bitte einmal wenden!




Leider hat der Tag für mich kein schönes Ende. Gegen 23:30 Uhr sah und hörte ich die ersten Gewitter.

Trotz geschlossener Fenster geriet ich in Panik. Bellen, scharren und unruhig umher laufen mit Erschöpfungspausen so ist die Nacht bis 4 Uhr verlaufen.
Als mein Mensch dann im Schlafzimmer das Fenster öffnete wurde er von den singenden Amseln begrüßt. Und um 5:30 Uhr musste er mit mir mein großes Geschäft von gestern erledigen. Nun sind wir beide müde - gute Nacht.

01.06.15

Auf Regen folgt oft Sonnenschein

Heute Nacht war ich etwas unruhig. Ungewohnte Geräusche machten mir etwas Angst.  Um 3 Uhr ist mein Mensch dann mit mir mal vor die Türe gegangen um zu schauen, was mich so beunruhigt. Es war wohl nur etwas Wind und Regen - welch ein Segen.
Ich habe die Gelegenheit genutzt und schnell meine Geschäfte erledigt.

Zur Belohnung durfte ich und mein Mensch dann etwas länger liegen bleiben.

Und um 8:30 war die Welt wieder in Ordnung. Kein Wind, kein Regen, nicht zu warm, nicht zu kalt,  zeitweise Sonne.


Spiel, Satz und Sieg

Auf meiner langen Kurzrunde besuchte ich heute mal den Tennisclub. Am Platz 7 habe ich dann mal  auf einen Gegner gewartet.



Ich habe dann das Warten für eine kleine Pause genutzt.



Und dann habe ich mich aufgewärmt.



Aber ein Gegner für ein Match war noch immer nicht in Sicht.



Auch aus einer Gruppe junger Frauen wollte sich Niemand auf ein Match mit mir ein lassen.
Und als Ballmädchen war ich ihnen wohl auch schon zu alt.

Kampflos habe ich dann den Platz verlassen. Und schon folgte die nächste Herausforderung.



Steile Treppe

Mein Mensch führte mich dann in der Marienburg an diesen Abgrund.



Seit Monaten bin ich weder eine Treppe rauf noch runter gegangen.







Zum Glück gibt es ja einen behindertengerechten = barrierefreien Zugang zur Marienburg - der Fußweg zur Schule.
Aber da steht ja für mich ein Verbotsschild. Warum darf ich denn hier nicht lang gehen? Ich bin angeleint und meine Geschäfte erledige ich natürlich auch nicht auf dem Schulhof.

Da blieb mir nur der Weg, den ich auch gekommen war - der Ausgang am Tennisclub Auf der Merlenburg.

 

 

Vielen Dank für Deinen / Ihren Besuch! 


Du / Sie sind der   

 

 

 

 

80420

 Besucher.

 

Ich freue mich  über einen Eintrag im Gästebuch